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Kolombarium (Urnenbestattungshaus)
 
Beschreibung , Idee, Planung

Das quadratische Kolumbarium wurde in dem Waldgelände neben ein vorhandenes Ruinenfeld errichtet. Die Spuren dieser Ruinen blieben unangetastet und dürfen weiterhin altern.
Der Eingang befindet sich im Norden in Anbindung an einen vorhandenen Fußweg. Auf Grund der Hanglage "verschwindet" das Gebäude im hinteren, südlichen Teil zu etwa 1/3 seiner Höhe im Erdreich. Allseitige Böschungsmauern ermöglichen einen Umlauf von 1,50 m Breite um das Gebäude. Die Außenhaut besteht aus Spiegelplatten im Raster von ca. 40 x 40 cm. Die Spiegelungen des umliegenden Waldes mit seinen Pflanzen und Bäumen erzeugen Irritationen und das Gebäude scheint "entmaterialisiert".
Hinter jeder dieser Platten befindet sich eine Urnennische. Nach Beisetzung einer Urne erhält die entsprechende Spiegelplatte eine dezente Gravur mit dem Namen und den Daten des Verstorbenen.

Die Innenwände des Gebäudes sind glatt gespachtelt und weiß gestrichen. Der Bodenbelag besteht aus losem, weißem Marmorsplitt in einer Höhe von ca. 4 cm. Der Betrachter sieht von innen nur Wand, Boden und über sich den Himmel und Zweige der nebenstehenden Bäume.

Mittig im Gebäude steht eine ’Tischskulptur’. Ein quadratischer Kubus aus weißem Glas trägt eine 10 cm dicke Grauwacke-Platte von ca. 300 kg die an den Seiten übersteht. Von innen wird der Glaskubus mit 2000 LED`s illuminiert und vermittelt den Eindruck, die Steinplatte scheine zu schweben. Es handelt sich um die einzige Lichtquelle im Raum und bei Nacht strahlt sie durch das Glasdach in die umliegenden Baumkronen, taucht die Umgebung in eine mystische Atmosphäre.